Ostern, die Zeit des Sterbens und Erwachens
Bald ist es wieder soweit. Bald ist Ostern.
Nun hat die Karwoche begonnen. Jesus war jetzt bereits in Gefangenschaft und wurde von seinen Peinigern gequält. Weil er uns Menschen liebte. Seinen Vater liebte und ihm vertraute, bis zum Schluss, bis in den Tod hinein. Trotz aller Qualen und Anfeindungen. Trotz aller Entwürdigungen. Er trug die Dornenkrone wie einen Heiligenschein und leuchtete aus seinem Herzen. Seine Liebe, sein Vertrauen, sollten uns Vorbild und Licht sein. Das Licht dem wir folgen, durch Nacht und Wind. Durch Hass und Zeit. In Liebe. Immer.
Sein Glaube wurde belohnt. Sein Sterben war DER Sieg schlechthin. Über das Ego. Über die Nacht. Über den kleinlichen „Menschenwillen“, der stets nur nach seiner eigener Entfaltung, seiner Lobpreisung und dem ewigen irdischen Leben strebt. Jesus nahm den Kelch an und trank ihn. Ohne Hass. Ohne Groll. In tiefer Demut. Durch diese tiefe Ergebung erlöste er sich und uns. Damit konnte der Stein, der sein Grab verschloss, hinweggerollt werden. Sein Glaube, ermöglichte das Unmögliche. Das Starre, der Stein, wurde zu etwas Beweglichem. Einem Tor der Erneuerung.
Lasst es uns ihm gleichtun, soweit wir es können. Annehmen ohne zu urteilen. Lieben ohne zu rechnen. Glauben bis in den Tod. In der Hoffnung auf die Erneuerung des Lebens. Im Vertrauen auf den Sieg der Liebe und das bevorstehende Erwachen.
Ich wünsche Euch allen Frohe Ostern und eine Zeit des Erwachens
Copyright by Ulrike Stroß