C.G Jung sagte:
"Lass das ganze Heer von Menschen, die dir aus eher unerfindlichen Gründen sehr unsympathisch sind, vor dir auf und ab gehen.
Solange bis du erkennst, und das alles bin ICH!"

Oftmals ist heute die Rede von „Schattenarbeit“... von dem „Erlösen“ der „dunklen“ Seite in uns... usw. Worum es dabei geht, und wie dies vollzogen werden kann, dazu gibt es tausend und einen Weg.
Der einzig wahre Weg ist die Liebe. Zu allem, was zu mir gehört. Zu mir. Und zu allem, was ist.
Es geht dabei darum, unsere Projektionen zurückzunehmen, sagt C.G Jung darüber. Projektionen sind Gefühle und Bilder, die wir in uns nicht sehen und erkennen wollen, und deshalb auf andere projizieren. Das kann z.B. bedeuten, dass ein Mensch, der selbst gerne mehr Freiraum hätte, sich diesen aber nicht zugesteht, anderen vorwirft egoistisch zu sein, wenn die dies tun. Mag sein, diese Menschen haben tatsächlich diese oder jene Eigenschaften, doch vor allem sehen wir sie weil sie unsere „Spiegel“ sind. Und was wir sehen, werten wir oft einfach kategorisch ab. „Damit habe ich nichts zu tun! Denn ich bin ja nicht so, wie dieser oder jener!“
Somit haben unsere Schatten immer auch etwas mit negativen Bewertungen zu tun, sind etwas „Bedrohliches“... vor dem viele ein Leben lang weglaufen... Doch wie wir alle wissen, kann man seinem Schatten nicht davonlaufen. Er ist immer, wo wir sind. Dicht an unseren Fersen . Wenn wir in uns selbst die (negativen) Bewertungen ändern, vielleicht auch die (abwertende Begriffe) Definition an sich, können wir schon viel gewinnen. Zum Beispiel kann ich sagen: „Dieser Mensch hat ein großes Bedürfnis nach Autonomie und Freiheit.“ Oder ich sage (wie so oft): „Dieser Mensch ist total egoistisch und schaut nur auf sich selbst!“ Solange ich diese negativ Bewertungen in mir nicht ändere, kann ich meine Schatten nicht annehmen, was irgendwie logisch ist. Wer will denn schon egoistisch und selbstsüchtig sein? Und wer nimmt etwas an, dass er nicht sein will?
Schon in der Bibel steht, dass der Mensch wohl den Splitter im Auge des anderen erkennen kann, sieht, aber den Balken vor seinem eigenen Kopf jedoch nicht....
Ich persönlich sehe in der Schattenarbeit einen wichtigen Schritt in Richtung „Frieden“... Frieden mit mir und dem was unser Leben ausmacht. Mit allem, was ist.