Spiegel – Technik: Wie im Außen- so auch im Innen!
Unsere Umgebung, die Menschen, die darin vorkommen, die Situationen, in die wir geraten, der Zustand unseres Körper... ja sogar das Wetter, spiegelt uns unsere eigene Persönlichkeit wider. Manchmal auch unseren seelischen „Schatten“.
Der Schatten besteht aus all jene Eigenschaften und Wesenszügen, sowie schwerwiegenden verdrängten Trauamta, die wir als „negativ“ bewertet und abgelehnt haben. Um uns selbst zu erkennen, in unserer Ganzheit, brauchen wir teilweise nur in den „Spiegel“ zu sehen und lieben zu lernen, was wir sehen.
Als Spiegel dienen uns dazu alle Menschen mit denen wir zu tun haben, alle Situationen, in denen wir uns befinden und unsere körperlichen Zustände und Symptome. Alles ws um uns und in uns ist. Alles was ist.
Allgemein:
Die „Spiegeltheorie“ geht davon aus, dass jeder Mensch, dem wir begegnen, ein Spiegel für unsere Persönlichkeit ist. Und natürlich auch umgekehrt, jeder selbst ist ein Spiegel für die Menschen denen er begegnet.
muss jedoch berücksichtigen, dass jeder „Menschen-Spiegel“ erst mal nur subjektive Eindrücke vermittelt. Wie auch der reale Spiegel, der zuhause an der Wand hängt, für den der sich darin betrachtet, subjektive Eindrücke hinterlässt. (z. B.: Eine Frau kann sich für unattraktiv halten, wenn sie sich im Spiegel ansieht, Ihr Mann findet sie jedoch attraktiv) Mit ein bisschen Übung ist es jedoch nicht schwer, die eigentliche Botschaft zu entschlüsseln und den Spiegel von seiner Subjektivität zu entzerren.
Das „Spiegelgesetz“ sagt, je intensiver die Gefühle sind, die ein Mensch in ihnen hervorruft, desto aktueller und wichtiger ist der Spiegel. Ärgern sie sich also über einen Menschen sehr, zeigt er ihnen einen Wesensanteil den sie unverzüglichst bearbeiten sollten.
Wichtig: Der Spiegel zeigt uns nicht nur Dinge, die wir aus unserem Wesen ausschließen sollen! Das heißt, manchmal sind negative Beispiele, die wir sehen, dazu da, dass wir sie in abgeschwächter Form in unsere Persönlichkeit integrieren können! Grundsätzlich ist es so, dass jeder Gedanke, jedes Gefühl, jeder Persönlichkeitsanteil, den wir in anderen Menschen sehen, also gespiegelt bekommen, in unserem Wesen existiert, dass wir ihn/ sie sogar in irgendeiner Weise ausleben.
Ohne diesen Grundsatz wäre das Gesetz des Spiegels ohne jede Bedeutung. Der Spiegel gibt uns jedoch die Möglichkeit, dass wir diese Anteile in uns selbst stärken oder schwächen. Wenn wir also unter Anwendung der Spiegeltechnik auf schockierende Themen aufmerksam gemacht werden, haben wir immer noch die Wahl sie in uns zu schwächen!
Was zeigt uns ein Spiegel?
Ein Spiegel gibt uns wider, was unsere Gedanken, Gefühle und Stimmungen sind, durch die Art wie sich der Gegenüber verhält. Wenn wir kategorisieren und den Menschen einteilen, wie zum Beispiel einen Lehrer in „streng“, soll dies auch unsere Persönlichkeitsanteile wiedergeben
Spiegelarten:
1) Stimmungsspiegel
Kurze Begegnungen, die man mit anderen Menschen teilt, wie etwa in der U-Bahn, auf der Autobahnraststätte etc sind Stimmungsspiegel. Meist spiegeln sie uns haargenau unsere innere Stimmung wieder. Haben sie schon einmal bemerkt, dass sie in einer fröhlichen Stimmung, Menschen begegnen, die genau so fröhlich sind wie sie? Sie werden auf der Straße angelächelt, freundliche Verkäufer wünschen ihnen ein schönes Wochenende etc. Andererseits, wenn sie mürrisch sind, kann auch der Kassier kein gutes Wort für sie verlieren....
2) Konstante Spiegel
Sind immer wiederkehrende kurze, oberflächliche Begegnungen mit ein und dem selben Menschen. Dies könnte zum Beispiel die Kellnerin in ihrem Lieblingslokal sein oder die Kassiererin in ihrem Stamm - Supermarkt. Sie sollen ihre Fortschritte in einem bestimmten Bereich spiegeln zum Beispiel die Höflichkeit oder ihre Gedanken zum Thema Materialismus etc.
3) Partnerspiegel
Dies sind die Menschen, die sie einen ganzen Lebensabschnitt begleiten, wie zum Beispiel Ihr Lebenspartner, gute alte Freunde oder Ihre Kinder.
Sie sind die intensive Synthese der beiden oben genannten Spiegel. Sie spiegeln sowohl aktuelle Persönlichkeitsanteile, Gefühle, Gedanken und Stimmungen, als auch die Fortschritte bzw. Rückschritte, die sie im Laufe Ihres Lernprozesses machen.
4) Kinder
Von allen Spiegeln sind die Spiegel unserer Kinder die Wichtigsten, da sie reiner als anderen spiegeln.
Man könnte sagen, dass der Spiegel der Erwachsenen mit der Zeit schmutzig geworden ist, und der Spiegel der Kinder noch sauber ist. Kinder haben noch nicht die Einschränkungen der Gedanken kennen gelernt und versuchen ihre Gefühle noch nicht zu verstecken, deswegen sprechen sie meist alles offen und ehrlich aus, was uns zu einer direkten Erfahrung mit unseren Gefühlen und Gedanken führt.
Allgemein kann man sagen, je jünger die Kinder sind desto besser, oder leicht verständlicher ist ihr Spiegel für uns.
Mit dem Spiegel arbeiten
Man kann bei jedem Spiegel mit den selben Bearbeitungsschritten vorangehen:
1. Prüfe, welchen Persönlichkeitsanteil, welches Gefühl, welche Gedanken der Spie-
gel dir bewusst machen möchte.
2. Prüfe deine Bewertung gegenüber diesen Anteilen .
3. Prüfe ob du diesen Anteil auslebst oder nicht.
4. Entscheide dich für oder gegen das Ausleben dieses Anteils.
5. Handle nach deiner Entscheidung .